Berufliche Reha - unser Auftrag!

Unfälle, Krankheiten oder seelische Schicksalsschläge können dazu führen, dass Menschen ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Das Berufsförderungswerk (BFW) Nürnberg bietet vielfältige Qualifizierungsangebote, die nachhaltig helfen, in das Arbeitsleben zurückzukehren. Alle Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sind auf die Bedürfnisse von erwachsenen Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zugeschnitten. Zusätzlich zum Hauptsitz in Nürnberg betreibt das Berufsförderungswerk Nürnberg eine Vielzahl von Außenstellen in Nordbayern und am Übergang nach Baden-Württemberg. Auftraggeber für die Maßnahmen des BFW Nürnberg sind in unterschiedlichem Umfang die Deutsche Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften, die Agenturen für Arbeit sowie die Jobcenter.

Aktuelles aus dem BFW Nürnberg

Routinierter Umgang im BFW Nürnberg
Seit dem 15. Juni 2020 sind alle Teilnehmenden des BFW Nürnberg wieder im Präsenzbetrieb - allerdings teilweise im Wechsel (siehe hierzu auch unseren Artikel „Präsenzuntericht versus Hybrides Lernen“), um die Hygienebestimmungen entsprechend umzusetzen.

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Routinierter Umgang im BFW Nürnberg

Seit dem 15. Juni 2020 sind alle Teilnehmenden des BFW Nürnberg wieder im Präsenzbetrieb - allerdings teilweise im Wechsel (siehe hierzu auch unseren Artikel „Präsenzuntericht versus Hybrides Lernen“), um die Hygienebestimmungen entsprechend umzusetzen.

Der Stufenplan nach dem Lockdown hat gut funktioniert und inzwischen stellt sich der routinierte Umgang mit der weiteranhaltenden Pandemie im BFW Nürnberg ein. Unsere Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sowie unsere Mitarbeitenden halten sich an das Hygienekonzept, welches im Wesentlichen nachstehende Punkte enthält:

  • Gründliches Händewaschen kombiniert mit Desinfektionsständern an allen marginalen Punkten im Haus.
  • Auf den Zugangswegen und den Fluren herrscht Tragepflicht von einem Mund-Nasen-Schutz.
  • Fest definierte Arbeitsplätze für alle Teilnehmenden
  • Je nach Raumgröße kleinere Ausbildungs-Gruppen (maximal 15 Personen) damit der geforderte Mindestabstand gewahrt werden kann. Dies setzen wir teilweise durch Gruppenteilung in Kombination mit Wechsel-Unterricht um.
  • Ausschließlich frontaler Unterricht und keine Gruppenarbeiten
  • Regelmäßiges Lüften der Ausbildungsräume
  • Teilweise getrennte Pausenregelungen
  • Zugewiesene Plätze in der Kantine und derzeit keine Buffetverköstigung
  • Bei ersten Symptomen oder Kontakt mit einem bestätigten Fall: Auf keinen Fall das Internatszimmer verlassen oder ins BFW Nürnberg fahren, sondern telefonisch Kontakt mit unserem Ärztlichen Team bzw. dem Hausarzt aufnehmen. Seit dem 1. Juli 2020 kann bayernweit auch vorsorglich, kostenlos getestet werden.
  • Zur Geringhaltung des Ansteckungsrisikos müssen wir leider weiterhin unsere Sport- und Freizeitanlagen innerhalb des Gebäudes geschlossen halten. Alternativ bieten wir derzeit Kurse in Kleingruppen im Freien, zum Beispiel Wirbelsäulengymnastik, an.
  • Aktuell befindet sich in Prüfung, ob wir im Rahmen der sog. Bayerischen Teststrategie an unserem Hauptstandort in Nürnberg ab Herbst an einer Reihentestung teilnehmen. Sobald wir Näheres wissen, informieren wir die einbezogenen Personengruppen.

Wir starten laufend mit neuen Kursen. Bitte informieren Sie sich hier. Bei Fragen können Sie sich gerne an unser Anmeldeteam unter 0911 938-7261 oder per E-Mail wenden.

Für alle Interessierten an unseren Maßnahmen und Qualifizierungen bieten wir wieder im wöchentlichen Turnus unseren Infotag im Reha-Zentrum an. Dieser findet jeweils freitags um 9:30 Uhr statt. Die Anmeldung und die Einhaltung unseres Hygienekonzeptes sind zwingend erforderlich.

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an unseren zentralen Ansprechpartner:
Udo Panzer, Telefon 0911 – 938-7368  E-Mail

Interview mit Laura Juliane Kohl: Zielgruppe der Maßnahme BIK
Die Außenstellen des BFW Nürnberg führen seit vielen Jahren die Maßnahme „Berufliche Integration durch Kooperation für psychisch vorerkrankte Personen“ – kurz „BIK“ durch.

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Interview mit Laura Juliane Kohl: Zielgruppe der Maßnahme BIK

Die Außenstellen des BFW Nürnberg führen seit vielen Jahren die Maßnahme „Berufliche Integration durch Kooperation für psychisch vorerkrankte Personen“ – kurz „BIK“ durch.

BIK konzentriert sich auf Menschen, die bereits einen guten beruflichen Hintergrund, allerdings auch psychische Vorerkrankungen, mitbringen, und deswegen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben. Aus dem BIK-Team in Bayreuth, dort wird die Maßnahme im Auftrag der DRVen seit 2003 angeboten, beantwortet Laura Juliana Kohl, Lehrgangsleiterin mit besonderer psychologischer Kompetenz, Fragen zur Zielgruppe und deren Profit durch die zehnmonatige Maßnahme.

Die Krankheitsbilder sind sehr vielschichtig; Welche Erfahrungen haben Sie in Bayreuth gemacht bzw. welche Menschen sind bei Ihnen? Die Diagnose Depression ist aktuell die Häufigste in unseren Kursen. Diese Krankheit hat viele Gesichter. Meistens leiden Betroffene unter starkem Motivationsverlust, verminderter Selbstwirksamkeitserwartung, schwachem Selbstwertgefühl und an antizipierten pessimistischen Zukunftserwartung. Auch Schlafstörungen und Rumination sind Symptome der Depression. Oft sind sich die Betroffenen ihrer Fähigkeiten nicht mehr bewusst und haben dementsprechend auch keine Vorstellung davon, was sie beruflich machen möchten bzw. noch können.

Warum denken Sie, wurden die Teilnehmenden für die Maßnahme BIK und nicht für eine Vollqualifizierung, wie z. B. RiB, angemeldet? Der grundlegende Unterschied zwischen der RiB- und der BIK-Maßnahme besteht darin, dass es bei der RiB um die Umschulung in einem neuen Beruf mit anerkanntem Abschluss geht, während es sich bei der BIK-Maßnahme um direkte Integration in den Arbeitsmarkt dreht.  Teilnehmende der BIK-Maßnahme wissen oft nicht, in welche Richtung es beruflich für sie gehen soll. Sie haben häufig jahrelang ihren Beruf ausgeübt und sind jetzt ohne diese Aufgabe orientierungslos. Ferner bestehen oft große Ängste, nicht mehr ausreichend leistungsfähig zu sein. Aus diesem Grund erfolgt die Wiedereingliederung auch stufenweise: In der ersten Theoriephase findet der BIK-Unterricht in Teilzeit statt, beispielsweise EDV, Bewerbungsmanagement und Psychoedukation. Danach erfolgt ein dreiwöchiges Orientierungspraktikum, in dem sie sich ausprobieren sollen. Im Anschluss daran findet die zweite Theoriephase in Vollzeit statt. Dieses schrittweise Vorgehen dient dazu, dass die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sich langsam wieder an einen geregelten Tagesablauf gewöhnen und zuversichtlicher und selbstbestimmter werden, indem sie in einem „geschützten Rahmen“ neue Erfahrungen sammeln.

Wie können die Teilnehmenden von der BIK profitieren? Wie bereits angesprochen hat der überwiegende Teil große Probleme damit zu erkennen, welche Fähigkeiten noch vorhanden sind. Die meisten Rehabilitandinnen und Rehabilitanden haben nur ein sehr schwaches Selbstbewusstsein und eine pessimistische Grundhaltung aufgrund der Erkrankung. Hier setzt die BIK an. Gemeinsam erarbeiten wir, welche Stärken und Interessen vorliegen, dabei liegt der Fokus der gemeinsamen Zusammenarbeit auf Potenzialen und Ressourcen der Teilnehmenden. In psychologischen Einzelgesprächen, aber auch innerhalb der Gruppenarbeit, werden deren Ängste und Probleme thematisiert. Hierbei werden Strategien und Lösungsansätze erarbeitet, die den Grad der Selbstbestimmung erhöhen. Ferner können die Teilnehmenden durch Praktika ganz neue Berufsfelder erkunden und dadurch selbstsicherer werden. Die Veränderung während der zehn Monate ist fast immer deutlich sichtbar!

Die Integration der Maßnahme liegt aktuell im Durchschnitt (aller Außenstellen) bei sehr guten 73 %. Wieso ist das Ihrer Meinung nach so? Ein zentraler Punkt ist das sehr familiäre Umfeld. Wir sind in der Regel in allen Außenstellen ein kleines eingespieltes Team. Alle kennen sich gut und unterstützen sich gegenseitig. Der sehr gute kollegiale Zusammenhalt überträgt sich auf unsere Teilnehmenden. Sie haben immer eine Ansprechperson und bekommen so intensive Unterstützung. Wir gehen auf jede und jeden ein, und versuchen die individuellen Probleme gemeinsam mit ihnen zu lösen und einen Weg zu finden. In fast dreiviertel der Fälle gelingt das sehr gut!

Der nächste Start in Bayreuth findet am 17. August 2020 statt. Hier finden Sie alle Beginntermine in den Außenstellen.

Für Kunden der Agenturen für Arbeit und das Jobcenter bieten die Außenstellen Bamberg, Coburg, Hof a. d. Saale, Nürnberg und Weiden i.d.Oberpfalz ein ähnliches Konzept für die gleiche Zielgruppe an: BIRA – Berufliche Integration in den Regionalen Arbeitsmarkt für psychisch beeinträchtigte Menschen. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu dieser Maßnahme direkt an die jeweiligen Außenstellenleiter*innen.

 

 

Soziale Kompetenzen: Das Fundament fürs ganze Leben!
Am 8. September startet im BFW Nürnberg die Reha-Vorbereitungsmaßnahme RV PORTAL.

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Soziale Kompetenzen: Das Fundament fürs ganze Leben!

Am 8. September startet im BFW Nürnberg die Reha-Vorbereitungsmaßnahme RV PORTAL.

Gemeinsam mit Judith Krieger und Stephanie Hiesberger, Mitarbeiterinnen aus Arbeitspädagogik und Reha-Psychologie, welche an den vergangenen RV PORTAL Maßnahmen beteiligt waren, haben wir uns den wichtigen Ausbildungsteil Stärkung der sozialen Kompetenzen genauer angesehen. RV PORTAL dauert 20 Wochen und wurde aufgrund der Erfahrungen in der RV Basis für Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit speziellem Förderbedarf in der psychosozialen Belastbarkeit und / oder in lebens- und arbeitsweltbezogenen Kulturtechniken entwickelt. Wichtige Ziele der sogenannten Einstiegsphase in den ersten acht Wochen sind:

  •   Sukzessiver Belastungsaufbau
  •   Heranführung an die Rahmenbedingungen einer Qualifizierung
  •   Wahrnehmungsförderung in verschiedenen Bereichen

In Kooperation mit dem RV-Ausbildungs-Team erreicht unser Team der Reha-Psychologie die aufgeführten Ziele durch Trainings in den Themenfeldern Gesundheitskompetenz, Stressbewältigung und Sozialkompetenz.

Aber was ist die soziale Kompetenz überhaupt? Jeder weiß ungefähr, was gemeint ist, wenn es dabei um Kinder oder Jugendliche geht – aber was bedeutet der Begriff genau? Wissenschaftler definieren den Begriff so: „Die Fähigkeit, in der sozialen Interaktion die eigenen Ziele zu erreichen und Bedürfnisse zu befriedigen und dabei gleichzeitig die Ziele und Bedürfnisse aller anderen zu berücksichtigen.“ Die soziale Kompetenz ist auf den Punkt gebracht also die Verbindung zweier scheinbar kontroverser Eigenschaften; die Rücksichtnahme auf andere und die Behauptung und Durchsetzung des eigenen Ichs.

Was lernen oder besser gesagt was trainieren die Teilnehmenden unter dem Förderschwerpunkt soziale Kompetenz? Judith Krieger fasst diesen Trainingsinhalt so zusammen: „Wir fangen zunächst an, eigene Interessen gegenüber anderen zu vertreten. Unsere Teilnehmenden lernen dabei klar, ihre Forderungen adäquat zu formulieren und für manche noch wichtiger - auch mal NEIN zu sagen. Weiterhin ist es wichtig, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie andere Menschen im eigenen Umfeld, insbesondere im Arbeitskontext, kommunizieren und welche Botschaften sie damit vermitteln möchten. Das Verständnis dieser und das Berücksichtigen der Bedürfnisse anderer hilft der Kooperation miteinander und besonders der gemeinsamen Arbeit, das vereinbarte Ziel zu erreichen.“

Eigentlich werden die sozialen Kompetenzen schon im Kindesalter gelernt und trainiert, in der Familie, aber auch in Institutionen wie Schule oder der Peergroup. Durch traumatische Erlebnisse oder negative soziale Erfahrungen (wie Mobbing) sowie auch bei vielen psychischen Erkrankungen (zum Beispiel soziale Phobien und Angststörungen) können die sozialen Kompetenzen negativ beeinflusst werden.

Stephanie Hiesberger resümiert abschließend über die Wichtigkeit des Trainings: „Um eine neue Qualifizierung gut bewältigen, in sozialen Situationen sicherer zu werden und auch mit Konflikten angemessen umgehen zu können, ist das Training in den ersten Wochen der RV PORTAL für viele Teilnehmende ein wichtiger Schritt zum Erfolg.“  Denn jeder kennt es: Wenn uns private Probleme oder ein Streit beschäftigen, kann die Arbeitsqualität und –quantität darunter leiden. Ergänzend erläutert Judith Krieger hierzu, wie wichtig der wertschätzende Umgang mit den Teilnehmenden ist. Der Mensch steht mit seinen individuellen Bedürfnissen im Vordergrund, um ihn letztlich möglichst gut auf die bevorstehende Qualifizierung vorzubereiten. Nächster Start der RV PORTAL ist am 8. September 2020!

Berufsbild TPD
Nicht designen sondern Produkte technisch umsetzen: Das Berufsbild des Technischen Produktdesigners wird nahezu in jeder Branche benötigt.

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Berufsbild TPD

Nicht designen sondern Produkte technisch umsetzen: Das Berufsbild des Technischen Produktdesigners wird nahezu in jeder Branche benötigt.

"Den Beruf haben Interessierte zunächst kaum auf dem Schirm" so Norbert Lehmeyer, Ausbilder im Lernbetrieb Metec Konstruktion. "Dabei ist der vielseitige Beruf in allen Branchen gefordert. Das besonders Positive für unsere qualifizierten Technischen Produktdesinger ist, dass man durch die Arbeitsplatzwahl eigene Interessen/Affinitäten gut mit seinem täglichen Tun verbinden kann!" Wer denkt dabei schon an Flugzeugtechnik, Verpackungsmaterial oder erneuerbare Energien? Der Beruf des Technischen Produktdesigners ist mit vielen Handicaps ausübbar. Nach der Qualifizierung im BFW Nürnberg sind die Integrations-Erfahrungen auf dem ersten Arbeitsmarkt und das schaffen von gesundheitsangepassten Arbeitsplätzen sehr positiv.

Worauf es bei diesen Beruf ankommt, was man unbedingt mitbringen sollte und vor allem wie ein typischer Arbeitsplatz aussieht, haben wir in unserem Video für Sie zusammengestellt.

Umschulung Technischer Produktdesigner

Dobot - Neu in der Metec Fertigung
Die Industrie sucht vermehrt nach Fachkräften, die an automatisiert gesteuerten Produktionslinien eingesetzt werden können. Der Lernbetrieb Metec vermittelt ab 7. Juli 2020 Grundkenntnisse der Robotik.

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Dobot - Neu in der Metec Fertigung

Die Industrie sucht vermehrt nach Fachkräften, die an automatisiert gesteuerten Produktionslinien eingesetzt werden können. Der Lernbetrieb Metec vermittelt ab 7. Juli 2020 Grundkenntnisse der Robotik.

Das BFW Nürnberg hat für die Ausbildungsberufe der industriellen Metall- und Produktionsberufe extra „Dobot“, einen Knickarm-Roboter, angeschafft. Mit einem zweiwöchigen Grund-Kurs in der Robot-Technik  werden künftig die Teilnehmenden in allen Ausbildungsberufen des Lernbetriebs Metec Fertigung qualifiziert:

  • Fachkraft für Metalltechnik (Hauptmaßnahme 18 Monate),
  • Maschinen- und Anlagenführer/-in (Hauptmaßnahme 18 Monate),
  • Zerspanungsmechaniker/-in (Hauptmaßnahme 24 Monate) sowie
  • Industriemechaniker/-in (Hauptmaßnahme 24 Monate).

Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden erlernen die Programmierung, den Umgang und das technische Wissen von Dobot. Damit lassen sich Automatisierungsstufen von Fertigungsanlagen abbilden. Zum Beispiel kann  „Dobot“ so programmiert werden, dass er Werkstücke be- und entlädt. Natürlich sind die Roboter in der Industrie oftmals viel größer, aber die Handhabe und das benötigte Wissen um damit Umzugehen und zu Arbeiten, ist weitestgehend identisch.

Sie sind neugierig auf unseren Dobot? Dann sehen Sie sich unseren Kurz-Clip an.

Interessierte: Jetzt anmelden zum nächsten Infotag!
Freitag ist im BFW Nürnberg Infotag. Unsere Informationsveranstaltung mit anschließender Hausführung findet ab jetzt wieder im wöchentlichen Turnus statt. Bitte melden Sie sich unbedingt vorher an!

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Interessierte: Jetzt anmelden zum nächsten Infotag!

Freitag ist im BFW Nürnberg Infotag. Unsere Informationsveranstaltung mit anschließender Hausführung findet ab jetzt wieder im wöchentlichen Turnus statt. Bitte melden Sie sich unbedingt vorher an!

Freitags können sich Interessierte über die Möglichkeiten und den Ablauf beruflicher Reha-Maßnahmen im Berufsförderungswerk Nürnberg informieren. Ohne Kosten, ohne Verpflichtung. Wir nehmen uns Zeit für Sie! Sie erhalten Antworten auf Ihre Fragen und bekommen während eines Rundgangs einen ersten Eindruck von den Lernbetrieben, der medizinischen und sozialen Begleitung im BFW Nürnberg.

Wir empfangen Sie um 9:30 Uhr im Foyer am Haupteingang, Schleswiger Straße 101, 90427 Nürnberg

Bitte melden Sie sich unbedingt unter folgender Telefonnummer oder über das Formular an:

Tel.: 0911 938-7261
per E-Mail anmelden
Info-Blatt herunterladen

Sie erhalten vorab unser Hygienekonzept für die Informationsveranstaltung; hierfür benötigen wir mit Anmeldung Ihre E-Mail-Adresse. Bitte bringen Sie zum Infotag einen Mund-Nasen-Schutz mit und halten den Sozialabstand ein.

 

 

 

 

IWR-Teilnehmende starten mit viel Eigeninitiative im Home-School-Modus
Mit zehn Teilnehmenden startete am 20. April 2020 die Integrationsmaßnahme zur direkten Wiedereingliederung (IWR). Corona-bedingt wurde der ursprüngliche Termin (30. März 2020) verschoben.

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IWR-Teilnehmende starten mit viel Eigeninitiative im Home-School-Modus

Mit zehn Teilnehmenden startete am 20. April 2020 die Integrationsmaßnahme zur direkten Wiedereingliederung (IWR). Corona-bedingt wurde der ursprüngliche Termin (30. März 2020) verschoben.

Da auch hier der Lernort aufgrund der besonderen Situation nach Hause verlegt wurde, führten Lehrgangsleitungen gleich zu Beginn der Maßnahme mit ihren Teilnehmenden ein einstündiges Telefonat, um diesen den Start in die Maßnahme zu erleichtern.

Aufgrund ihrer technischen und fachlichen Voraussetzungen wurden die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden allerdings nicht online mit Material versorgt. Per Post erhielten sie eine 80-seitige Kurs-Mappe mit Arbeitsaufträgen zu den Themen berufliche Orientierung, Bewerbung und Strukturierung des Tagesablaufes. In verschiedenen Etappen wird die IWR-Gruppe diese bearbeiten und anschließend die Ergebnisse in den beigelegten, frankierten Umschlägen an das IWR-Team zurückschicken. „Dieser Prozess wird engmaschig begleitet“ so Barbara Wintrich, Leiterin der BFW-Geschäftsstelle Nürnberg. „Die Mitarbeitenden führen mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehrere Telefongespräche pro Woche und tauschen sich wenn möglich mit ihnen per E-Mail aus“.

Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv. Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sind hoch motiviert und voller Tatendrang. Selbst diejenigen mit sprachlichen Problemen sind in die Prozesse gut integriert. Alle Teilnehmenden entwickeln Eigeninitiative und organisieren sich zum Teil Unterstützung aus ihrem häuslichen Umfeld - zum Beispiel beim Schreiben und Versenden von E-Mails sowie für das Bearbeiten der ersten PC-Aufgaben. Dies ist bemerkenswert, denn im regulären Unterrichtsablauf wird diese Form der Eigeninitiative in der Regel erst wesentlich später erreicht. Das langjährige IWR-Team der Geschäftsstelle Nürnberg (im Foto von links: Nicole Grassmé, Markus Schemm und Sabine Maurer) ist von den bisherigen Ergebnissen und Rückmeldungen positiv überrascht und gespannt, wie sich die weitere Zusammenarbeit entwickeln wird, wenn der Präsenzbetrieb voraussichtlich ab 11. Mai 2020 langsam wieder startet. In der Zwischenzeit bereiten die Teilnehmenden unter anderem ihre Unterlagen fürs Bewerbungstraining inhaltlich und teilweise auch formal vor. Vermutlich kontaktieren sie auch bereits mögliche Praktikumsbetriebe von zuhause aus, sodass dann vor Ort verstärkt das PC-Training stattfinden wird. Die Teilnehmenden freuen sich bereits darauf!

Deutscher Staatspreis, Neumarkt, Berufliche Reha, erfolgreiche Integration, gute Noten

Deutscher Staatspreis für Umschüler
Umschüler Wolfgang Wüst erhält aufgrund seiner besonderen schulischen Leistungen den Deutschen Staatspreis.

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Deutscher Staatspreis, Neumarkt, Berufliche Reha, erfolgreiche Integration, gute Noten
Deutscher Staatspreis für Umschüler

Umschüler Wolfgang Wüst erhält aufgrund seiner besonderen schulischen Leistungen den Deutschen Staatspreis.

Als der heute 53-Jährige die umschulungsbegleitende Bildungsmaßnahme UbB im September
2017 in der BFW-Geschäftsstelle Neumarkt i.d.OPf. beginnt, fängt er noch einmal ganz von vorne an. Er hat bereits in seinem Berufsleben immer wieder mit Fahrzeugen zu tun gehabt, zudem hat ihn das Selberschrauben schon immer fasziniert. Als es beruflich nicht mehr weiterging, war es naheliegend, dass er sich für eine Qualifizierung in einem technischen Beruf im Fahrzeugbau entschied. „Ich wollte das dann doch noch von der Pike auf lernen“, meint der gebürtige Nürnberger. Mit viel Ehrgeiz und Engagement meistert Wüst seine Umschulung bei der Firma Alexander Koch Karosserie- und Fahrzeugbau in Oberferrieden zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker. Für die Chance, die er vom Geschäftsführer Alexander Koch dort bekommen hat, ist er sehr dankbar. Mit hervorragenden Noten im Zeugnis wird er seine berufliche Reha im Februar 2020 abschließen. Eine Übernahme ist ihm heute schon sicher.


In der BFW-Geschäftsstelle Neumarkt nahm Wüst die Seminarstunden wöchentlich in Anspruch – nutzte diese Möglichkeit, um fleißig den doch recht anspruchsvollen Schulstoff zu vertiefen. Von unserer Seite und dem Team aus der Geschäftsstelle Neumarkt herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung und viel Erfolg für die Zukunft!

Präsenzuntericht versus Hybrides Lernen
Mitte März wurde von der Bayerischen Staatsregierung ein Betretungsverbot auch für unsere Teilnehmenden ausgesprochen. Der Unterricht wurde in den Home-Schooling-Modus verlegt. Wäre das auch eine zukünftige Unterrichtsform für das BFW Nürnberg?

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Präsenzuntericht versus Hybrides Lernen

Mitte März wurde von der Bayerischen Staatsregierung ein Betretungsverbot auch für unsere Teilnehmenden ausgesprochen. Der Unterricht wurde in den Home-Schooling-Modus verlegt. Wäre das auch eine zukünftige Unterrichtsform für das BFW Nürnberg?

Diese Frage haben sich unser zentraler Ansprechpartner Udo Panzer (links im Bild) und Richard Dreßel, Leiter der kaufmännischen Qualifizierung, gestellt. Home-Schooling, Videokonferenzen und weitere digitale Lernplattformen (Teilnehmerintranet / Moodle) halfen auch dem BFW Nürnberg, diese Ausnahmezeit mit möglichst wenig "Lernzeitverlust" zu überbrücken.

"Eine absolute Alternative ist das jedoch für uns nicht", so Udo Panzer. "Wir werden unser Teilnehmerintranet (TNI), das wir bereits seit nahezu einem Jahrzehnt einsetzen, auf jeden Fall weiter ausbauen. Auch planen wir, in puncto Hardware und Videokonferenztechnik zu investieren. Aber für unsere Zielgruppe, Menschen mit vermehrten Betreuungs- und Unterstützungsbedarf, ist das reine digitale Lernen keine dauerhafte Lösung. Wir setzen weiterhin auf Blended Learning."

Definition Blended Learning: Bezeichnet eine Lernform, die eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von traditionellen Präsenzunterricht und modernen Formen von E-Learning, zum Beispiel mit dem TNI oder Moodle, verbindet. Praktisch bedeutet das, dass zum Beispiel im Ausbildungsraum Teilnehmende Onlineaufgaben bearbeiten.

Unsere komplette Qualifizierung haben wir ausgerichtet auf Menschen, die Lernschwierigkeiten, sprachliche Barrieren, familiäre, gesundheitliche oder psychische Beeinträchtigungen mitbringen. Sie brauchen den Gang zur Psychologie, Reha-Medizin oder Reha-Physiotherapie im Haus. Auch sind unsere Teilnehmenden deswegen so erfolgreich und schneiden im Schnitt immer besser bei den IHK-Prüfungen als im normalen Ausbildungssystem ab, weil wir hier so gut auf einzelne Schwächen eingehen können und unseren Teilnehmenden besondere Hilfen anbieten.

Statistiken zeigen außerdem, dass Menschen im mittleren Alter ein anderes Lernverhalten aufzeigen, als noch zum Beispiel Kinder. Sie brauchen praktische Beispiele und können so den neuen Lernstoff mit bereits vorhandenen Erfahrungen verbinden, kombinieren und letztlich leichter erlernen.

"Dennoch befinden sich Kurse der Reha-Vorbereitung und der kaufmännischen Ausbildung, zum Beispiel die der Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement, im hybriden Lernmodell. Das heißt, Präsenzunterricht kombiniert mit Home- bzw. Internat-Schooling im wöchentlichen Wechsel." Weiterhin erläutert Richard Dreßel: "Das werden wir auf jeden Fall bis zu unserer Sommer-Familienheimfahrt fortführen, um unser Hygienekonzept einhalten zu können".

Abschließend Udo Panzer zu den Unterrichtsformen im BFW Nürnberg: "Präsenzunterricht ist das Beste für unsere Teilnehmenden. Darauf sind wir perfekt eingerichtet - aber wir können auch die digitalen Lernformen gut abbilden."

Neues aus dem Projekt WBI
Günter Schmid und Petra Hagenauer, Weiterbildungsinitiatoren des BFW Nürnberg, haben für Sie online ein Erklär-Video zum Thema Bayerischer Bildungsscheck erstellt.

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Neues aus dem Projekt WBI

Günter Schmid und Petra Hagenauer, Weiterbildungsinitiatoren des BFW Nürnberg, haben für Sie online ein Erklär-Video zum Thema Bayerischer Bildungsscheck erstellt.

Der Bayerische Bildungsscheck ist ein Gutschein im Wert von 500 Euro. Dieser wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales an bayerische Bürger ausgegeben. Die Schecks werden von namhaften Bildungsanbietern angenommen und mit den Kursgebühren verrechnet. Es stehen insgesamt gut 6000 Bildungsschecks zum Abruf bereit.

Wichtig: Es muss sich um eine Weiterbildung mit digitalen Inhalten handeln. Die Weiterbildungsinitiatoren der bayerischen Staatsregierung sind Ihre Ansprechpartner, die Sie über Fortbildungsmöglichkeiten beraten und Ihren persönlichen Bayerischen Bildungsscheck an Sie ausgeben.

Im Video erklären Ihnen Günter Schmid und Petra Hagenauer vom Berufsförderungswerk Nürnberg (BFW Nürnberg) wie das alles funktioniert:

Film anschauen

WBI`s starten nach kurzer Corona-Pause voll durch
Aufgrund der Corona-Pandemie war die Verteilung des Bayerischen Bildungsscheck seit Mitte März vorübergehend ausgesetzt. Diese Pause ist nun vorüber!

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WBI`s starten nach kurzer Corona-Pause voll durch

Aufgrund der Corona-Pandemie war die Verteilung des Bayerischen Bildungsscheck seit Mitte März vorübergehend ausgesetzt. Diese Pause ist nun vorüber!

Mit dem Bayerischen Bildungsscheck bezuschusst die Bayerische Staatsregierung Weiterbildungen mit digitalen Inhalten. Bei den Schecks handelt es sich um Gutscheine im Wert von jeweils 500 Euro. Menschen im Erwerbsleben sollen damit unterstützt und angeregt werden, sich auf die kommenden Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 vorzubereiten. Dafür stehen bayernweit insgesamt 6.000 Schecks zur Verfügung.

"Arbeitnehmende, die sich für digitale Weiterbildungen interessieren, haben mich in letzter Zeit verstärkt kontaktiert. Gerade durch die Corona-Pandemie stellten viele Personen fest, dass Sie im digitalen Bereich Aufhol- bzw. Schulungsbedarf haben." So Günter Schmid, Weiterbildungsinitiator für den Regierungsbezirk Oberpfalz. "Ich berate aktuell verstärkt über Schulungsangebote, derzeit häufig in Form von Webinaren oder anderen Onlineformaten, und die Förderung bzw. Bezuschussung durch den Bayerischen Bildungsscheck." Nachfolgend die Aufstellung der online-basierten förderfähigen Kursangebote Web-Seminare.

Für den 500-Euro-Zuschuss, den Bayerischen Bildungsscheck, müssen folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Trägerneutrale Beratung durch eine*n Weiterbildungsinitiator*in.
  • Berufstätige Menschen, die in Bayern wohnen und arbeiten
  • Brutto-Jahreseinkommen von mehr als 20.000 Euro im Jahr
  • Bildungsangebote im digitalen Kontext
  • Lehrgangsgebühr mindestens 500 Euro

Für Menschen mit einem Jahreseinkommen von weniger als 20.000 Euro stehen andere Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Ausgegeben werden diese Schecks von den Weiterbildungsinitiatoren des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales.

Die Arbeit der Weiterbildungsinitiatoren erklärt Günter Schmid, zuständig für die mittlere Oberpfalz, so: „Wir haben die Aufgabe, sowohl Beschäftigte als auch Betriebsräte*innen und Unternehmen zum Thema Weiterbildung zu beraten. Dazu entwickeln wir mit den Beschäftigten persönliche Weiterbildungsziele und unterstützen bei der Suche nach geeigneten Bildungsangeboten. Wir beraten unabhängig von einzelnen Bildungsträgern.“

Die Beratung ist sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen kostenlos. Sie interessieren sich? Kontaktieren Sie die/den für Sie zuständige Weiterbildungsinitator*in. Die Kontaktdaten erhalten Sie nach Eingabe Ihrer Postleitzahl auf der Internetseite des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. Infos zum Projekt Weiterbildungsinitiatoren 4.0 finden Sie hier.



Unser Ziel: Integration
Die nachhaltige Integration unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den ersten Arbeitsmarkt ist unser oberstes Ziel. Um nachvollziehen zu können, in welchem Maß wir das erreichen, ermitteln wir jährlich unsere Integrationsquoten für Umschulungen im Reha-Zentrum sowie für Standardmaßnahmen in unseren Außenstellen.

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Unser Ziel: Integration

Die nachhaltige Integration unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den ersten Arbeitsmarkt ist unser oberstes Ziel. Um nachvollziehen zu können, in welchem Maß wir das erreichen, ermitteln wir jährlich unsere Integrationsquoten für Umschulungen im Reha-Zentrum sowie für Standardmaßnahmen in unseren Außenstellen.

Reha-Zentrum
Für die aktuellen Zahlen haben wir unsere Absolventinnen und Absolventen, die 2018 ihre Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, 12 Monate nach ihrem Abschluss befragt. Wir freuen uns sehr über das tolle Ergebnis von 92 %! Mehrere Faktoren sind Gründe für solch gute Ergebnisse: Erst einmal konnten die Befragten von einer sehr guten Arbeitsmarktlage profitieren. Das Engagement unserer Ausbilderinnen und Ausbilder, der Kollegen im Integrations-Service und vieler weiteren Abteilungen, die den Verlauf einer Qualifizierung direkt oder indirekt mitprägen aber auch der Aufbau und die Pflege intensiver Kontakte zu möglichen Arbeitgebern tragen zu den guten Quoten bei. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die erfolgreiche Wiedereingliederung ist das Berufsbildportfolio des BFW Nürnberg - es findet eine laufende Anpassung an die Arbeitsmarkt-Anforderungen statt. Dass diese Rechnung aufgeht, zeigen die Integrationsquoten des Reha-Zentrums, die für alle Berufsbilder erhoben wurden.


Ebenfalls erfreuliche Zahlen aus unseren Außenstellen:

  • Die RIB-Maßnahme erreichte im vergangenen Geschäftsjahr 95,5 Prozent Integration der Teilnehmenden; bei UbB liegt der Wert sogar bei sehr guten 95,8 Prozent, siehe Grafik. Diese Integrationsergebnisse der beiden wohnortnahen, betrieblichen Umschulungsmaßnahmen basieren auf der Befragung der Absolventinnen und Absolventen ein Jahr nach Abschluss der Umschulung. Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden dieser beiden Maßnahmen werden in einem Unternehmen in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des BFW Nürnberg und der jeweiligen Berufsschule umgeschult. Seit Jahren beweisen sich unsere Teilnehmenden – trotz Ihrer Handicaps und trotz oftmals höheren Alters – in den Betrieben. Die Übernahmezahlen und Integrationen auf dem Arbeitsmarkt sind enorm und auch Ausdruck der fachkompetenten Unterstützung durch unsere BFW Lehrgangsleitungen vor Ort!


Ergänzend zu den zwei- bis dreijährigen Umschulungen werden in den Außenstellen verschiedene Integrationsmaßnahmen durchgeführt, die sechs Monate nach Ende der Maßnahme im Hinblick auf die Aufnahme einer gesundheitsangepassten Beschäftigung betrachtet werden. Hierbei werden ebenfalls sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, die mindestens 15 Stunden pro Woche beinhalten, in die Ergebnisse mit eingerechnet:

  • Eine Integrationsquote von 73 Prozent erreichten die beiden Maßnahmen BIK/BIRA. Diese Maßnahmen sind für Menschen mit psychischer Symtomatik; Beide verzeichneten im vergangenen Jahr eine moderate Steigung der Teilnehmenden-Zahlen. In der BIK Maßnahme lag die ermittelte Integrationsquote bei 72,4 Prozent, was vor dem Hintergrund der vielfältigen Vermittlungshemmnisse dieses im Durchschnitt 48-jährigen Teilnehmendenkreises sehr positiv zu sehen ist. Demgegenüber konnte in der BIRA Maßnahme mit über 81 Prozent die Quote der Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses nochmals gesteigert werden.
  • Sogar 84,2 Prozent der IWR-Absolventen ist ein Jahr nach Abschluss in Beschäftigung, siehe Grafik. Die Integrationsmaßnahme zur direkten Wiedereingliederung von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden richtet sich an überwiegende somatisch erkrankte Teilnehmende, die über alle Kurse der Außenstellen hinweg ein Durchschnittsalter von circa 50 Jahren vorweisen. Vor diesem Hintergrund ist die Aufnahme einer neuen Berufstätigkeit von über 84 Prozent der vermittelbaren Personen im Anschluss an die Maßnahme beachtlich und zeigt, dass die Stärken von älteren Arbeitnehmenden im aktuellen Arbeitsmarkt geschätzt und gebraucht werden sowie die gute Vernetzung der Außenstellen mit den regionalen Unternehmen.


Wir freuen uns über diese Ergebnisse; die Bestätigung unserer Arbeit. Wie sich der Arbeitsmarkt durch die Corona-Krise entwickeln wird ist noch offen. Ganz sicher können Sie sein: Wir werden alles tun, um an die aktuellen Integrationsergebnisse anzuschließen.

Buntes Balkonien
Ein buntes Blütenmeer im Lernbetrieb Blattwerk, produziert von den zukünftigen Zierpflanzengärtnerinnen und –gärtnern. Das bewährte Projekt „Mein buntes Balkonien“ in diesem Jahr mal anders: Die Beet- und Balkonpflanzen präsentieren sich zum Verkauf im Produktionsgewächshaus.

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Buntes Balkonien

Ein buntes Blütenmeer im Lernbetrieb Blattwerk, produziert von den zukünftigen Zierpflanzengärtnerinnen und –gärtnern. Das bewährte Projekt „Mein buntes Balkonien“ in diesem Jahr mal anders: Die Beet- und Balkonpflanzen präsentieren sich zum Verkauf im Produktionsgewächshaus.

Wie jedes Jahr im Mai bieten die angehenden Zierpflanzengärtnerinnen und -gärtner des BfW Nürnberg die gesäten, pikierten und getopften Beet- und Balkonblumen zum Selbstkostenpreis für Mitarbeitende und Teilnehmende zum Verkauf an. „Doch dieses Jahr ist alles anders! So auch der Verkauf der Beet- und Balkonblumen“, erklärt Christine Uhrich, Ausbilderin im Blattwerk.

Mit Hilfe von Wegweisern werden die Kunden direkt in das Gewächshaus geleitet und können sich dort selbstständig die Pflanzen heraussuchen. „Eine ausgiebige Beratung durch die angehenden Gärtnerinnen und Gärtner, wie sie in den Jahren zuvor stattgefunden hat, kann aufgrund der aktuellen Situation leider nicht angeboten werden!“, so Uhrich. Dennoch wird das Angebot auch in diesem Jahr trotz des ungewohnten Ablaufes gut angenommen. So durften maximal drei Personen, ausgestattet mit einem Mund-Nasen-Schutz, gleichzeitig in das Gewächshaus, an den Pflanzen wurden Preise angebracht und die Bezahlung erfolgte auf Vertrauensbasis. „Was zur Freude der Gärtnerinnen und Gärtner sehr gut funktionierte.“ fügte Ausbilderin Dagmar Tasotti abschließend hinzu.

Der nächste Start für die Umschulung zum Zierpflanzengärtner/-in ist am 7. Juli 2020. Interessierte können sich jetzt noch anmelden.

24. und 25. Februar 2020 BFW Nürnberg GALABau

Nordbayerische Schulungstage
Angehende Fachkräfte wurden am 24. und 25. Februar 2020 in der Ausbildungsgärtnerei des BFW Nürnberg auf ihre kommende Abschlussprüfung vorbereitet.

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24. und 25. Februar 2020 BFW Nürnberg GALABau
Nordbayerische Schulungstage

Angehende Fachkräfte wurden am 24. und 25. Februar 2020 in der Ausbildungsgärtnerei des BFW Nürnberg auf ihre kommende Abschlussprüfung vorbereitet.

Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern veranstaltet jährlich in Zusammenarbeit mit Prüfern, Ausbildern und Unternehmern die Nordbayerischen Schulungstage.

Dieses Jahr nahmen 68  Landschaftsgärtner-Auszubildende aus 30 Ausbildungsbetrieben in Franken und der Oberpfalz das Angebot wahr, ihre Fähigkeiten auf Herz und Nieren zu testen. Geübt wurde anhand theoretischer und praktischer Aufgaben rund um die Pflanzenkunde und Pflanzarbeiten, das Abstecken, Vermessen und Übertragen von Höhen, Pflaster- und Plattenarbeiten sowie die Ladungssicherung und Maschinenkunde.

"Unser Ziel ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr befinden, in ihren fachlichen Kompetenzen zu stärken und sie optimal auf ihre bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten", erläuterte Ulrich Schäfer, Ehrenpräsident des VGL Bayern bei der Eröffnung der Trainingstage.

Im Berufsförderungswerk Nürnberg selbst findet die Berufliche Reha für Gärtnerinnen und Gärtner mit Fachrichtung Zierpflanzenbau statt. Das zwei Hektar große Gärtnereigelände mit sieben computergesteuerten Gewächshäusern bietet den optimalen Ausbildungsrahmen, das auch von INDOLEO, der Akademie des BFW Nürnberg, für Qualifizierungen von Azubis aus Unternehmen genutzt wird.