Berufliche Reha? Wie darf ich mir das genau vorstellen?

Abhängig vom individuellen Bedarf erlernen die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden einen vollständig neuen Beruf oder werden durch Orientierungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmodule für die Rückkehr ins Arbeitsleben fit gemacht. Die Entscheidung, welche Maßnahme die richtige ist, liegt nicht in unserer Hand, sondern ist das Ergebnis des Beratungsprozesses zwischen Rehabilitandin bzw. Rehabilitand und Reha-Träger.

RehaAssessment: zielsichere Entscheidung

Zur Unterstützung des Beratungsprozesses zwischen Reha-Träger und Rehabilitandin bzw. Rehabilitand bietet das Berufsförderungswerk Nürnberg ein professionelles RehaAssessment. Das kann helfen, die richtige Entscheidung zu treffen und das passende Angebot zusammenzustellen. Dabei werden  vorhandene Fähigkeiten, persönliche Vorstellungen und die Option auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigt. Das Ergebnis ist eine Empfehlung, die dem Reha-Träger zur Entscheidungsfindung vorgelegt wird.

Reha-Vorbereitung: Starthilfe und Eingewöhnung

Soll ein neuer Beruf erlernt werden, bietet das BFW Nürnberg spezielle Reha-Vorbereitungskurse an. Im Mittelpunkt dieser Kurse geht es darum, die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden auf die Umschulung vorzubereiten. Hier wird das Lernen bei Bedarf wiedergelernt und trainiert - anhand von Aufgaben und Projekten, die auch im neuen Beruf erwartet werden. Im Fokus steht dabei das selbstständige und eigenverantwortliche Erweitern von Kompetenzen.

Es ist soweit: Die Ausbildung beginnt

Qualifizierung - So sagen Fachleute, wenn sie von beruflicher Reha sprechen. Dieser Begriff ist etwas abstrakt, denn er steht für verschiedene Möglichkeiten, mit deren Hilfe Menschen wieder ins normale Berufsleben zurückfinden können. In den meisten Fällen ist damit eine klassische Umschulung gemeint. Diese dauert zwei Jahre und endet mit der offiziellen Prüfung vor der jeweils zuständigen Kammer. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Standardmethode nicht geeignet ist. Dann kommen sehr individuelle und auf den Einzelfall zugeschnittene Maßnahmen zum Einsatz.

 

 

Rückhalt bei der Suche nach einem Arbeitsplatz

Berufliche Integration ist der rote Faden, der sich durch alle Maßnahmen des BFW Nürnberg zieht. Bereits während der Qualifizierung setzen sich die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden wiederholt mit ihren Stärken und Schwächen auseinander: Sie lernen zeitgemäße Bewerbungen zu verfassen und trainieren, sich in Vorstellungsgesprächen gut zu präsentieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berufsförderungswerks helfen bei der Suche nach Praktika und freien Stellen. Auch nach dem Berufsabschluss unterstützt ein spezieller Integrationsservice die Teilnehmenden des Reha-Zentrums mit Unternehmenskontakten und persönlichen Beratungsgesprächen.