Projektarbeit - Hier engagiert sich das BFW Nürnberg

WBI 4.0  „Weiterbildungsinitatoren als digitale Bildungsberater 4.0“

Ein Projekt des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, um das sich auch das BFW Nürnberg im vergangenen Jahr beworben hatte. Noch im vergangenem Herbst wurde das Projekt von der von der bayerischen Staatsregierung genehmigt, sodass das BFW Nürnberg zum 1. Februar 2019 an den Start gehen konnte. Und zwar im Regierungsbezirk Unterfranken und zugleich im Regierungsbezirk Oberpfalz.

Gleich vorweg: Diesmal geht es nicht um Menschen, die ihre Arbeit verloren haben. Vielmehr richten sich unsere Anstrengungen an solche Menschen, die im Arbeitsleben fest verankert sind – jedoch an Weiterbildungen bisher unterrepräsentiert waren und damit Gefahr laufen, zu den aktuellen Entwicklungen und Neuerungen zusehends den Anschluss zu verlieren. Hier kommen die Weiterbildungsinitiatoren ins Spiel: Ihre Aufgabe ist, Betriebe zu kontaktieren und genau diese Menschen aufzuspüren. Sodann gilt es herauszufinden, welche Kenntnisse und Fertigkeiten diesen Arbeitskräften derzeit fehlen, damit sie auch in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt – oder bei ihrem gegenwärtigen Arbeitgeber – konkurrenzfähig bleiben. Gemeinsam mit den Betroffenen und deren Arbeitgebern entwickeln die WBIs sodann individuell zugeschnittene Weiterbildungskonzepte. Zugrunde liegen zum Beispiel die Fragen:

      • Welche Bildungsmaßnahmen sind notwendig?
      • In welcher Form werden diese durchgeführt?
      • Müssen die Teilnehmenden dafür vom Betrieb freigestellt werden?
      • Wer übernimmt die entstehenden Kosten?

Im Idealfall kann die notwendige Weiterbildung mit öffentlichen Geldern gefördert werden. Umfang und die Wege dorthin sind Bestandteil des individuellen Weiterbildungskonzeptes. 

Großes Interesse an der Zusammenarbeit mit den WBIs haben auch die Agenturen für Arbeit. Aufgrund des seit Januar 2019 geltenden Qualifizierungschancengesetzes stehen den Agenturen deutlich erweiterte Möglichkeiten bei der Förderung von Weiterbildungen für Beschäftigte zur Verfügung. Zudem ist es deren Aufgabe und Ziel, diese neuen Möglichkeiten auch zum Nutzen der betroffenen Personen einzusetzen.  Grund genug für eine intensive Zusammenarbeit, die bereits mit Austauschtreffen und Schulungen für die WBIs in allen bayerischen Agenturbezirken begonnen hat.

Der Grundstein ist gelegt. Bis Januar 2021 sollen nun so viele Menschen wie möglich beraten und zur Aufnahme einer Weiterbildung motiviert werden. Auch die Begleitung der Menschen durch die Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der WBIs. Dieser Aufgabe stellen sich aber nicht nur die WBIs des BFW Nürnberg. Auch das BFW München ist im Süden des Freistaates in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern und Schwaben aktiv. Hinzu kommt, dass in allen Regierungsbezirken Initiatoren von mindestens zwei verschiedenen Bildungsträgern gleichzeitig agieren. In Unterfranken und in der Oberpfalz ist jeweils das Bildungswerks der bayerischen Wirtschaft (bbw) Partner des BFW Nürnberg. Das BFW München teilt sich seine drei Regierungsbezirke mit dem DGB Bildungswerk, der Handwerkskammer und dem bbw. 

Als Weiterbildungsinitiatoren haben Ihre Tätigkeit für das BFW Nürnberg aufgenommen:

Regierungsbezirk
Unterfranken

Regierungsbezirk
Oberpfalz

Petra Hagenauer
Tel. 0931 4678743
Mobil: 0151 50588216
Günter Schmid
Telefon: 0911 9387515
Mobil: 0151 50589223
KontaktaufnahmeKontaktaufnahme

 Sie können sich gerne unseren Flyer als pdf downloaden oder die Website des Projektes besuchen.

Förderung

Schwer beschäftigt! – Mittelfränkisches Projekt für Inklusion im Rahmen der Initiative Inklusion des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)

 

Laufzeit: 3 Jahre (von 01.05.16 bis 30.04.19)

Projektziele:
Arbeit mit Teilnehmenden: Inklusion vom 135 langzeitarbeitslosen Menschen mit GdB >30 in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.
Imagearbeit für Menschen mit Behinderung im arbeitsfähigen Alter. Sowohl die breite Bevölkerung als auch Arbeitgeber und Personalverantwortliche sollten dafür sensibilisiert werden, dass Menschen mit Behinderung im Beruf gute Leistungen erbringen können.

Umsetzung:
Um diese Ziele zu erreichen, haben in dem Projekt die fünf Nürnberger Bildungsträger ACCESS, Berufsförderungswerk Nürnberg gGmbH, bfz, ifd Mittelfranken und Noris Inklusion eng  zusammengearbeitet.
Mithilfe dieser Unterstützung haben insgesamt 139 Menschen während der Projektlaufzeit nach oft jahrelanger Arbeitslosigkeit eine neue Anstellung gefunden.

Das BFW Nürnberg war zusammen mit dem bfz für die Koordination der Teilnehmenden sowie für einen Teil der Imagearbeit verantwortlich. So zum Beispiel für den Betrieb des Jobmobils. Mit dem Jobmobil war ein Team des Jobservice (ebenfalls ein Arbeitsfeld des Projektes) Woche für Woche auf Achse, um an Jobcenterstandorten im gesamten Projektgebiet Mittelfranken Informationsveranstaltungen durchzuführen, Arbeitgeber zu besuchen und für die Beschäftigung von Menschen mit veränderter Leistungsfähigkeit zu werden. Ein sehr gewichtiger Bestandteil der Imagekampagne war zudem die Produktion von drei filmischen Werbespots, die von Herbst 2018 bis zum Projektende in so gut wie allen mittelfränkischen Kinos im Rahmen der Leinwandwerbung gezeigt wurden. Die Filme sind weiterhin auf Youtube zu sehen:

Video "Es geht aufwärts"

Video "Thomas klaut das Törtchen"

Video "Gefesselt an Magneten"

Zusätzlich waren im Ballungsraum Nürnberg drei Linienbusse der Verkehrsbetriebe mit der Werbebotschaft „Inklusion lohnt sich – für Unternehmen – für die Gesellschaft – für Sie“ 14 Monate lang im Straßenbild unterwegs.

Förderung

HeLP CO steht für "Heranführung Langzeitarbeitsloser an die Praxis durch Coaching" und ist ein durch den ESF Bayern gefördertes Projekt in Kooperation mit den Jobcentern Coburg Stadt und Land. In verschiedenen Arbeitsbereichen werden einfache und überschaubare Tätigkeiten für gemeinnützige und soziale Institutionen durchgeführt (z.B. Anfertigen und Aufstellen von Miniaturbauten, Unterstützung von Veranstaltungen, Aufbereitung von kleinen Möbelstücken, verschiedene Näharbeiten, Gartenpflege etc.). Außerdem erhalten die Teilnehmenden Coachings für ihre Bewerbungen und für eine gesunde Lebensweise.

Förderung