Berufliche Reha - unser Auftrag!

Unfälle, Krankheiten oder seelische Schicksalsschläge können dazu führen, dass Menschen ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Das Berufsförderungswerk (BFW) Nürnberg bietet vielfältige Qualifizierungsangebote, die nachhaltig helfen, in das Arbeitsleben zurückzukehren. Alle Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sind auf die Bedürfnisse von erwachsenen Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zugeschnitten. Zusätzlich zum Hauptsitz in Nürnberg betreibt das Berufsförderungswerk Nürnberg 17 Außenstellen in Nordbayern und am Übergang nach Baden-Württemberg. Auftraggeber für die Maßnahmen des BFW Nürnberg sind in unterschiedlichem Umfang die Deutsche Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften, die Agenturen für Arbeit sowie die Jobcenter.

Aktuelles aus dem BFW Nürnberg

Erfolgreicher Rehakoop-Abschluss
Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Maßnahme Rehakoop haben in Ansbach ihre begleitete betriebliche Erstausbildung erfolgreich abgeschlossen.

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Erfolgreicher Rehakoop-Abschluss

Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Maßnahme Rehakoop haben in Ansbach ihre begleitete betriebliche Erstausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Die fünf Verkäuferinnen und Verkäufer sowie zwei Fachlageristinnen und Fachlageristen haben nicht nur die Abschlussprüfung vor der jeweiligen Kammer bestanden. Für alle sieben Teilnehmenden wurde im Anschluss eine Weiterbeschäftigung gefunden. Drei von ihnen setzen ihre Ausbildung zum/zur Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel fort, ein Absolvent beginnt eine weitere reguläre Ausbildung zum Fachinformatiker. Auf den Rest warten sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse.


Die BFWGeschäftsstelle Ansbach führt Rehakoop seit September 2015 im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durch. Diese kooperative Erstausbildung für Menschen mit Behinderung und speziellem Förderbedarf erfolgt in einem Betrieb. Sie wird fachtheoretisch und sozialpädagogisch – also durch Stützunterricht und Bewerbungstraining – durch die Geschäftsstelle des BFW in Ansbach unterstützt.


Das Team der Geschäftsstelle Ansbach freut sich mit den Absolventinnen und Absolventen des ersten Jahrgangs über deren Erfolg. Somit kommt das BFW Nürnberg auch im Rahmen einer Erstausbildung von jungen Menschen mit Behinderung seinem politischen und gesellschaftlichen Auftrag nach.

(Auf dem Foto: Absolvent Manuele Prochazka mit Lehrgangsleiterin Nadine Becker aus der Geschäftsstelle Ansbach)

BFW erhält Auszeichnung
Das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte (bbs) hat dem BFW Nürnberg eine Dankes-Urkunde überreicht.

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BFW erhält Auszeichnung

Das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte (bbs) hat dem BFW Nürnberg eine Dankes-Urkunde überreicht.

Ein dreimonatiges Betriebspraktikum ist fester Bestandteil der Umschulungen im Reha-Zentrum. Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden knüpfen so wertvolle berufliche Kontakte.  Aber auch das BFW Nürnberg gibt Praktikantinnen und Praktikanten eine Chance: Seit Gründung des bbs ist das BFW Nürnberg ein verlässlicher Praktikumsgeber für bbs-Absolventinnen und -Absolventen. Blinde oder sehbehinderte junge Menschen werden dort bereits seit 20 Jahren zur/zum Physiotherapeutin/-en und seit 30 Jahren zur/zum Masseur/in und medizinischen Bademeister/in qualifiziert. Diese Jubiläen wurden nun gemeinsam mit den Kooperationsbetrieben gefeiert.

Wie die Umschülerinnen und Umschüler des BFW Nürnberg schnuppern auch die bbs-Azubis drei Monate in ein Unternehmen und sammeln dort wertvolle Praxiserfahrung. „Vor vier Jahren absolvierte der damalige Massageschüler Alexander Estermann sein Praktikum in unserem Reha-Zentrum“, so Dr. Angelika Hausmann, leitende Betriebsärztin des BFW Nürnberg. „Schon damals hat er uns fachlich und menschlich beeindruckt“, bestätigt auch Physiotherapeutin und Kollegin Beate Neuhaus. Direkt nach seiner Ausbildung startete Estermann 2015 als dritte feste Kraft im Physio-Team des BFW Nürnberg. „Ich bin sehr froh, dass ich damals das BFW Nürnberg als Praktikumsplatz gewählt habe. Die Arbeit mit den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden macht mir großen Spaß“, so Estermann. Der berühmte Klebeeffekt nach einem Praktikum hat auch hier wieder einmal prima funktioniert. Klar, dass Dr. Hausmann und Estermann die Feierlichkeiten im bbs gerne gemeinsam besucht haben.

(Das Foto zeigt von links nach rechts Karin Gätschenberger-Bahler, die stellvertretende Schulleiterin am bbs, den ehemaligen bbs-Schüler Alexander Estermann, Dr. Angelika Hausmann, die leitende Ärztin im medizinischen Dienst am BFW Nürnberg und Patrick Temmesfeld, den Direktor und Schulleiter am bbs)

Wechsel bei "Individuelle Maßnahmen"
Im Juli 2017 gibt es im BFW Nürnberg einen Personalwechsel für die Betreuung individueller Maßnahmen, wie beispielsweise IBRH (Integrative Berufliche Rehabilitation von Personen mit Hörschädigung) und IBRA (Integrative Berufliche Rehabilitation von Personen mit Aphasie).

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Wechsel bei "Individuelle Maßnahmen"

Im Juli 2017 gibt es im BFW Nürnberg einen Personalwechsel für die Betreuung individueller Maßnahmen, wie beispielsweise IBRH (Integrative Berufliche Rehabilitation von Personen mit Hörschädigung) und IBRA (Integrative Berufliche Rehabilitation von Personen mit Aphasie).

Case-Mananagerin Susanne Hüttlinger (rechts auf dem Foto) hatte die beiden Maßnahmen IBRH und IBRA von Anfang an begleitet. Und auch individuelle Lösungen bei besonderem Qualifizierungsbedarf und das Einhandschreibtraining fielen in ihren Zuständigkeitsbereich.

Ab 1. August 2017 übergibt sie diese Aufgabenbereiche nun ihrer Kollegin Carina Fürst (links). Die Reha- und Integrationsmanagerin wurde von ihrer Vorgängerin intensiv eingearbeitet und konnte sich über Weiterbildungen bestens vorbereiten. Eine enge Zusammenarbeit der beiden seit Juli 2016 sichert einen nahtlosen Übergang für alle Beteiligten.
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Zwei Maßnahmen für Bamberg und Coburg gewonnen
Das Regionalzentrum Bamberg und die Geschäftsstelle Coburg haben von der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg den Auftrag erhalten, das Maßnahmenpaket DIA-AM und InRAMab 01.05.2017 umzusetzen.

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Zwei Maßnahmen für Bamberg und Coburg gewonnen

Das Regionalzentrum Bamberg und die Geschäftsstelle Coburg haben von der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg den Auftrag erhalten, das Maßnahmenpaket DIA-AM und InRAMab 01.05.2017 umzusetzen.

Das neue Angebot DIA-AM steht für die Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit nach § 33 Abs. 4 SGB IX. Ziel ist es, Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind, die Teilhabe am Arbeitsleben zu sichern. Wer an der DIA-AM teilnimmt, durchläuft zwei Stufen: Zunächst wird geprüft, ob eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung empfehlenswert ist. In Stufe 2 besteht für geeignete Teilnehmende die Möglichkeit, im Rahmen einer betrieblichen Erprobung das Arbeiten unter realistischen Bedingungen kennen zu lernen.

Die InRAM (Integration von Rehabilitanden in den Arbeitsmarkt nach § 117 SGB III) läuft bereits seit Mai 2013 erfolgreich an den BFW-Standorten Bamberg und Coburg. Sie richtet sich an Menschen mit Behinderungen. Ziel der InRAM ist es, gemeinsam mit den Teilnehmenden gesundheitlich angepasste berufliche Perspektiven zu entwickeln. Eine dauerhafte Integration in das Berufsleben auf dem ersten Arbeitsmarkt wird angestrebt. Beate Cöster (Foto), Leiterin des Regionalcenters Nord-West, zu dem die regionalen BFW-Standorte Bamberg und Coburg gehören, freut sich zusammen mit ihrem Team über die Entscheidung des Auftraggebers.

Girls´Day im BFW Nürnberg
Fräsen statt Frisieren, reparieren statt bedienen? 26 Schülerinnen aus der Region schnupperten am diesjährigen Girls‘Day im BFW Nürnberg wieder mit großem Interesse in typische Männerberufe. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden nahmen die Schülerinnen unter ihre Fittiche, erklärten und leiteten bei praktischen Arbeiten an.

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Girls´Day im BFW Nürnberg

Fräsen statt Frisieren, reparieren statt bedienen? 26 Schülerinnen aus der Region schnupperten am diesjährigen Girls‘Day im BFW Nürnberg wieder mit großem Interesse in typische Männerberufe. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden nahmen die Schülerinnen unter ihre Fittiche, erklärten und leiteten bei praktischen Arbeiten an.

Langsam, aber stetig sind die jungen Frauen auf Vormarsch! Meist fehlen nur die nötigen Infos und ein Quentchen Mut, sich für den weniger gängigen Weg zu entscheiden. Im BFW kamen die jungen Frauen bestens mit Werkzeug & Co zurecht.
Übrigens: Rehabilitandinnen, die sich im BFW Nürnberg für eine Umschulung im gewerblich-technischen Bereich entschieden haben, haben beste Chancen auf eine erfolgreiche Integration auf dem  ersten Arbeitsmarkt. 100%ige Vermittlungschance haben seit Jahren unter anderem die Metallberufe.

Das BFW Nürnberg bildet Menschen in 25 verschiedenen Berufen aus. Mehr als die Hälfte davon stammen aus den Bereichen Metall, Elektro, Konstruktion, IT, Gärtnerei oder Abwassertechnik – Berufe also, in denen noch immer nur wenige Frauen arbeiten oder eine Ausbildung machen. Der Girls´Day im BFW Nürnberg bietet jungen Mädchen ab der 5. Klasse die Chance, in diese „typischen Männerberufe“ hinein zu schnuppern. Dafür haben sich die Ausbildungsteams für gewerblich-technische Berufe einiges einfallen lassen: Die Schülerinnen dürfen in der Elektrotechnik unter Anleitung selbst löten, bekommen einen ersten Eindruck wie eine Gärtnerei arbeitet -  und natürlich lernen sie auch, wie man bzw. Frau einen Wasserhahn repariert.


Besuch aus Wendelstein
Die BFW-Übungsgemeinde Bayersburg arbeitet eng mit der Marktgemeinde Wendelstein zusammen. Im Februar besuchte nun Bürgermeister Werner Langhans gemeinsam mit Kollegen aus dem Rathaus das Reha-Zentrum des BFW Nürnberg.

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Besuch aus Wendelstein

Die BFW-Übungsgemeinde Bayersburg arbeitet eng mit der Marktgemeinde Wendelstein zusammen. Im Februar besuchte nun Bürgermeister Werner Langhans gemeinsam mit Kollegen aus dem Rathaus das Reha-Zentrum des BFW Nürnberg.

Ein Vortrag von Udo Panzer, Geschäftsfeldleiter Qualifizierung und Integration, verschaffte den Gästen einen Einblick in die Arbeit des BFW Nürnberg. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Dr. Susanne Gebauer und Richard Dreßel, Centerleiter Kaufmännische Ausbildung, beantwortete er die interessierten Fragen der Wendelsteiner. In einer anschließenden Führung besichtigte die Rathaus-Delegation das Blockheizkraftwerk des Reha-Zentrums und informierten sich über das junge Berufsbild „Qualitätsfachmann / -frau“. Ein Abstecher in die Übungsgemeinde Bayersburg durfte natürlich auch nicht fehlen.


Die Freundschaft des BFW Nürnberg und Wendelstein hat eine lange Tradition: Seit nun mehr 20 Jahren arbeiten die Übungsgemeinde Bayersburg und die Gemeinde Wendelstein zusammen. Gegenseitige Besuche mit gutem Austausch halten diese alte Freundschaft am Laufen. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, die im BFW eine Umschulung zur/-m Verwaltungsfachangestellte/-n absolvieren, nehmen beispielsweise an realen Dienstbesprechungen von Bürgermeister, Amtsleitern und geschäftsführenden Beamten teil. Wendelstein stellt zudem Praktikumsplätze für Teilnehmende zur Verfügung.

Neuer Ansprechpartner für SAP
Seit dem 1. Januar 2017 ist Matthias Fiedler der neue SAP-Referent beim BFW Nürnberg. Von hier aus steuert er die Bildungspartnerschaft von 14 Berufsförderungswerken mit SAP Deutschland.

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Neuer Ansprechpartner für SAP

Seit dem 1. Januar 2017 ist Matthias Fiedler der neue SAP-Referent beim BFW Nürnberg. Von hier aus steuert er die Bildungspartnerschaft von 14 Berufsförderungswerken mit SAP Deutschland.

Der gelernte Industriekaufmann ist nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften bereits seit 2009 als Ausbilder im kaufmännischen Center des Nürnberger Reha-Zentrums tätig. In seiner neuen Funktion begleitete er nun Udo Panzer, Leiter des Geschäftsfelds „Qualifizierung und Integration“ und Anja Pollinger,  unter anderem zuständig für die operative SAP-Administration, zu einem ersten Partnergespräch bei der SAP Deutschland in Walldorf. Im „Inspiration Pavilion“, der aktuell ganz im Zeichen von „Big Data“ steht, wurde über die neuen Herausforderungen der digitalisierten Wirtschaft 4.0 diskutiert.

Der Umgang mit SAP-Software ist seit 2002 fester Ausbildungsinhalt kaufmännischer Umschulungen im mittelfränkischen Reha-Zentrum. Insgesamt 14 Berufsförderungswerke bundesweit haben mit der SAP Deutschland einen Bildungspartnerschaftsvertrag - und auch weitere BFW interessieren sich für die Zusammenarbeit. Das BFW Nürnberg fungiert dabei als der zentrale Ansprechpartner. Die Kooperation ermöglicht es den beteiligten Bildungsdienstleistern, ihre Teilnehmenden in der Anwendung der gefragten Software zu schulen und ihnen damit eine zukunftsträchtige Eintrittskarte in den allgemeinen Arbeitsmarkt an die Hand zu geben. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft stellt die SAP Deutschland sicher, dass die beteiligten BFW in ihrer Ausbildung stets mit der aktuellen Software arbeiten.

Fit für Buchführung 4.0 - Erfahrungsaustausch mit der DATEV
Mitarbeiterinnen der DATEV besuchten im September das kaufmännischen Center des BFW Nürnberg. Das Treffen bildete den Auftakt zur Wiederbelebung der DATEV-Partnerschaft für Bildung, die in früheren Jahren schon einmal bestand.

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Fit für Buchführung 4.0 - Erfahrungsaustausch mit der DATEV

Mitarbeiterinnen der DATEV besuchten im September das kaufmännischen Center des BFW Nürnberg. Das Treffen bildete den Auftakt zur Wiederbelebung der DATEV-Partnerschaft für Bildung, die in früheren Jahren schon einmal bestand.


Richard Dreßel, Leiter Center kaufmännische Ausbildung und seine Mitarbeiterinnen Ingrid Anton und Karin Manrique-Schwarz hatten Heike Lauber und Claudia Schultheiß von der DATEV zum Erfahrungsaustausch ins BFW Nürnberg eingeladen. Nach einem Rundgang durch das Reha-Zentrum wurden die neuen Herausforderungen der Arbeit 4.0 diskutiert. Im Zuge der Digitalisierung werden Industrie und Handel im Bereich Bildung neue Wege einschlagen müssen.


Die DATEV ist ein kompetenter und verlässlicher Partner, wenn es um die Frage geht, wie die Arbeitsplätze in Steuerbüro oder Buchhaltung in der Zukunft aussehen werden? Und wie die Ausbildung für diese Berufe gestaltet sein, damit eine erfolgreiche Integration der Teilnehmenden des Berufsförderungswerks weiterhin gelingt? Großes Interesse bei den beiden Vertreterinnen der DATEV fand indes das moderne Ausbildungskonzept des BFW Nürnberg, das ganz konkret auf die Integration von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtet ist - angefangen von der „Handlungsorientierten Ausbildung“, die Lernbetriebskonzeption der scriptaplus GmbH, über die Ausstattung der Ausbildungsräume bis hin zum E-Learning und der Auswahl der Software wie SAP.


Ziel der DATEV-Partnerschaft für Bildung soll es in Zukunft sein, dass die Teilnehmenden sich schon während ihrer Ausbildung im BFW Nürnberg mit der Software „DATEV pro für Unternehmen“ vertraut machen können. Im ersten Schritt soll dies über das „PlusPunkte“ Kursangebot geschehen. Teilnehmende, die ihren zukünftigen Arbeitsplatz im Rechnungswesen sehen, sollen neben SAP auch DATEV zu ihren Kompetenzen zählen dürfen.

(Das Foto zeigt: Heike Lauber und Claudia Schultheiß von der DATEV (2. und 3. v. l.) mit Richard Dreßel, Leiter des Centers für kaufmännische Qualifizierung und den Reha-Ausbilderinnen Ingrid Anton und Karin Manrique-Schwarz (1. und 2. v. r.))

Kunstwerke der Lebenshilfe WerkStadt schmücken Regionalzentrum in Bamberg
„Holzmadam“, so heißt die phantasievoll gestaltete Skulptur, die seit Juli 2017 den Garten des noch jungen BFW-Regionalzentrum in Bamberg schmückt. Das Besondere an dem Kunstwerk: Es ist in einem gemeinsamen Projekt mit dem KUNSTRAUM der Lebenshilfe WerkStadt Nürnberg entstanden.

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Kunstwerke der Lebenshilfe WerkStadt schmücken Regionalzentrum in Bamberg

„Holzmadam“, so heißt die phantasievoll gestaltete Skulptur, die seit Juli 2017 den Garten des noch jungen BFW-Regionalzentrum in Bamberg schmückt. Das Besondere an dem Kunstwerk: Es ist in einem gemeinsamen Projekt mit dem KUNSTRAUM der Lebenshilfe WerkStadt Nürnberg entstanden.

Eine Kooperation, die schon seit einigen Jahren besteht. So war der KUNSTRAUM beispielsweise maßgeblich an der Gestaltung des  Menschenrechtspfads auf dem Gelände des Reha-Zentrums beteiligt. Und auch die Räumlichkeiten des Regionalzentrums in Bamberg haben die Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung gestaltet. Bereits seit dem Einzug im vergangenen Jahr hängen dort zahlreiche farbenfrohe Bilder an den Wänden. Die Planung der „Holzmadam“ war zu diesem Zeitpunkt bereits in vollem Gang. 

Geschaffen werden sollte ein Werk, an dem möglichst alle Angehörige des KUNSTRAUM aktiv mitarbeiten konnten. Eine weitere Herausforderung war die Bemühung, nur mit gebrauchten Materialien auszukommen. So sammelte die Gruppe Altholz in Form von Brettern bei Freunden, Nachbarn und Verwandten und verteilte diese auf die Mitglieder. Und tatsächlich legten alle Künstlerinnen und Künstler Hand an und bemalten die Hölzer nach ihrer Vorstellung. Anschließend wurden die Bretter mit einer Bohrung versehen und auf eine Gewindestange aufgefädelt. Durch die Aufschichtung erzeugen die Hölzer einen Reibungswiderstand und können so der Witterung standhalten. Beste Voraussetzungen also dafür, dass die „Holzmadam“ nach ihrem Umzug in den Garten des Regionalzentrums im Bamberg lange für Freude sorgt. 

Seit ihrer Gründung vor rund 19 Jahren ebnete die BFW-Außenstelle in Bamberg mehr als 2.600 Menschen aus der Region den Weg in einen beruflichen Neustart. Vergangenes Jahr war die Geschäftsstelle in ein eigens errichtetes Gebäude in der Baunacher Straße gezogen. Der neue Standort wurde aufgrund seines zukunftsorientierten Modellcharakters zum Regionalzentrum ernannt und ist ganz auf präventive Gesundheitsförderung ausgerichtet. Neben Schulungsräumen gibt es eine Lehrküche, einen Yogagarten sowie einen Fitness- und Entspannungsraum, der mit einer Boulderwand, Gymnastikbällen und anderen Sportgeräten ausgestattet ist. Beate Cöster, Leiterin des Regionalzentrums, zieht ein gutes halbes Jahr nach der Einweihung eine durchaus positive Bilanz: „Durch die neuen Strukturen können wir unsere Teilnehmenden individueller fördern. Das kommt gut an, und die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden nutzen die Angebote und Möglichkeiten, die die neuen Räumlichkeiten bieten.“

Mechatronik – Industrie schätzt Qualität im BFW Nürnberg
Mechatronikerinnen und Mechatroniker werden im Lernbetrieb elomech des BFW Nürnberg seit 1999 ausgebildet – spätestens seit „Industrie 4.0“ ein enorm gefragter Berufszweig!

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Mechatronik – Industrie schätzt Qualität im BFW Nürnberg

Mechatronikerinnen und Mechatroniker werden im Lernbetrieb elomech des BFW Nürnberg seit 1999 ausgebildet – spätestens seit „Industrie 4.0“ ein enorm gefragter Berufszweig!

Denn überall dort, wo Maschinen stehen, beispielsweise in der Lebensmittel- oder Textilindustrie, sind mechatronische Fachkräfte gefragt. Mit ihrem Wissen aus der Mechanik, Elektronik, Elektrik und Informatik sind sie in vielen verschiedenen Bereichen zu finden: neben der Produktion auch im Service, in der Instandhaltung sowie in Forschung und Entwicklung. „Vom Basiswissen im mechanischen Zusammenbau bis hin zu Kenntnissen im Programmieren von speicherprogrammierten Steuerungen wird hier ein breites Wissen gefordert“, beschreibt Peter Hartig, Koordinator des BFW-Lernbetriebs elomech, die Anforderungen an die Fachkräfte. Das BFW Nürnberg hat in den letzten Jahren acht Absolventinnen und Absolventen qualifiziert und zu 100 Prozent erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt integriert.

Der Lernbetrieb ist ausgelegt auf sechs Teilnehmehmende. Die Teilnehmerzahlen entwickeln sich trotz des Bedarfs auf dem Markt gegenläufig. Hartig versucht, sich diesen Widerspruch zu erklären: „Nach wie vor gibt es Vorbehalte, es gehen viele von schwerer körperlicher Arbeit aus.
Aber in der überwiegenden Anzahl der Einsatzfelder ist das kein Thema“. Für eine passgenaue Berufswahl stehen den Teilnehmen-den das Team aus dem Reha­Assessment® mit der berufskundlichen Info und die Reha-Ausbilderinnen und -Ausbilder während der Hospitationen zur Seite.

Dass die Qualität der Ausbildung stimmt, ist auch in einschlägigen Betrieben der Region bekannt: Kooperationspartner wie zum Beispiel Qorvo­, Hersteller von Halbleitern aus Nürnberg, schicken ihre Azubis zur überbetrieblichen Ausbildung in die Schleswiger Straße. Der Nutzen ist für beide Seiten deutlich: Durch die Qualifizierung der externen Fachkräfte beweist sich das BFW als kompetenter Ausbildungsbetrieb und baut seine Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern für seine Absolventinnen und Absolventen zunehmend aus.

CRP weiter erfolgreich
Bereits das achte Mal führte die Evangelische Hochschule Nürnberg im Auftrag der Berufsförderungswerke Nürnberg und München die Fortbildung zum Certified Reha Professional (CRP) durch. An den Lehrorten Nürnberg und München absolvierten die BFW-Mitarbeitenden ein straffes und informationsreiches Semester, das am 28. Juni mit der Abschlussprüfung an der Hochschule endete.

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CRP weiter erfolgreich

Bereits das achte Mal führte die Evangelische Hochschule Nürnberg im Auftrag der Berufsförderungswerke Nürnberg und München die Fortbildung zum Certified Reha Professional (CRP) durch. An den Lehrorten Nürnberg und München absolvierten die BFW-Mitarbeitenden ein straffes und informationsreiches Semester, das am 28. Juni mit der Abschlussprüfung an der Hochschule endete.

Der Lehrgang zur „Zertifizierte pädagogische Fachkraft für berufliche Rehabilitation (FH)“ – so die deutsche Bezeichnung - vermittelt Wissen rund um die vielfältigen Anforderungen beruflicher Rehabilitation. Die Inhalte erfüllen nicht nur die Anforderungen aus dem gemeinsamen Rahmencurriculum des Bundesverbands für Berufsförderungswerke, sondern auch die der Kammern und Rentenversicherungsträger an eine reha-pädagogische Zusatzqualifikation. Die Weiterbildung ist zertifiziert und bringt nach dem European Credit Transfer System die auch bei Studierenden beliebten ECTS-Punkte ein.


Seit seiner Einführung im Jahre 2013 erfreut sich der Lehrgang einer wachsenden Nachfrage und wurde deshalb erstmalig auf sechs Häuser ausgeweitet: Die Berufsförderungswerke Thüringen, Würzburg, Frankfurt, Dresden, Nürnberg und München qualifizieren künftig insgesamt 54 Mitarbeitende pro Jahr zum CRP.

Neue Drehmaschinen für metec
Anlass zur Freude hat metec: Der BFW-Lernbetrieb erhielt neue digital gesteuerte Drehmaschinen. Die Ausbildung wird so noch vielfältiger.

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Neue Drehmaschinen für metec

Anlass zur Freude hat metec: Der BFW-Lernbetrieb erhielt neue digital gesteuerte Drehmaschinen. Die Ausbildung wird so noch vielfältiger.

Seit rund 40 Jahren bildet der Lernbetrieb metec des BFW Nürnberg metall-technische Berufe aus.  Die angehenden Fachkräfte aus den industriellen Metall- und Produktionsberufen werden dort seit jeher auch an konventionellen Drehmaschinen qualifiziert. Die Umschülerinnen und Umschüler stellen hier während ihrer Umschulung Kleinteile und Ersatzteile her. In die Jahre gekommene Anlagen wurden nun bei metec ausgetauscht. Vier neue Drehmaschinen sind bereits im Einsatz, zwei weitere folgen im Laufe des Jahres.


Die Investition kommt bei den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sehr gut an: Während ihrer derzeitigen Vorbereitung auf die praktische Abschlussprüfung kommen sie in den Genuss von zeitgemäßen Funktionen, wie zum Beispiel einem 8‘‘-Farbbildschirm, der die Bedienung der Maschinen wesentlich erleichtert. Nach wie vor werden - neben digital gesteuerten CNC-Maschinen - in vielen Betrieben noch konventionelle Drehmaschinen genutzt. Absolventinnen und Absolventen des BFW Nürnberg haben somit den Vorteil, dass sie bei ihrer späteren Bewerbung um einen Arbeitsplatz Erfahrung an konventionellen Anlagen ebenso vorweisen können, wie an digitalen CNC-Maschinen. Mit dem Hersteller der neuen Drehmaschinen Weiler Werkzeugmaschinen GmbH stehen die Ausbilder des BFW in intensivem Kontakt. Demnächst steht eine Betriebsführung bei Weiler an. Solche Gelegenheiten nutzen Teilnehmende häufig zur ersten Kontaktaufnahme für ein Praktikum oder einen zukünftigen Arbeitsplatz.

Eine besondere Erfolgsgeschichte
Einen Arbeitsvertrag als Technische Produktdesignerin hat Umschülerin Sandra Baensch bereits in der Tasche. Doch ihre guten Karriereaussichten waren nicht immer selbstverständlich.

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Eine besondere Erfolgsgeschichte

Einen Arbeitsvertrag als Technische Produktdesignerin hat Umschülerin Sandra Baensch bereits in der Tasche. Doch ihre guten Karriereaussichten waren nicht immer selbstverständlich.

Ihre erste Ausbildung absolvierte die inzwischen 33-Jährige als Pharmazeutisch-Technische Angestellte. Ein Fehler, wie Baensch findet. Seit ihrer Geburt ist sie hochgradig schwerhörig und die vielen Kundengespräche strengten sie sehr an. Trotzdem biss sie sich durch. Nach der Elternzeit war es der Mutter zweier Kinder aber schlicht unmöglich, den Beruf weiter auszuüben. Im Rahmen der Integrativen Beruflichen Rehabilitation von Personen mit Hörbehinderung, kurz IBRH, begann sie eine Umschulung zur Technischen Produktdesignerin im BFW Nürnberg.


Die IBRH ist auf die speziellen Bedürfnisse schwerhöriger Menschen ausgerichtet. So bekam Baensch verschiedene besondere Hilfen, beispielsweise Einzelförderunterricht. Dennoch war die Zeit beim BFW eine Herausforderung: Für ihre Umschulung pendelte sie jeden Tag von Neumarkt nach Nürnberg, und musste zudem noch die Kinderunterbringung organisieren. Ein Balanceakt, der sich gelohnt hat: Wenn Baensch Ende Februar ihre Umschulung abschließt, wartet bereits eine Stelle beim Bauunternehmer Max Bögl auf sie. Dort hatte sie ihr Praktikum absolviert und konnte überzeugen. Ihr neues Aufgabengebiet ist auf ihre besondere Situation ausgerichtet: Kein Kundenkontakt und mit ihren Kolleginnen und Kollegen kommuniziert sie via Chat oder E-Mail. Die Arbeitsagentur unterstützt im ersten Jahr mit einem Eingliederungszuschuss, und Max Bögl glaubt an eine langfristige Zusammenarbeit und beschäftigt sie unbefristet.


Die Erfolgsgeschichte von Sandra Baensch zeigt, wie wichtig spezielle Umschulungsangebote für besondere Zielgruppen wie Schwerhörige oder aber auch Aphasiker sind –wie sie das BFW Nürnberg mit den Maßnahmen IBRH und IBRA (für Aphasiker) schon seit einigen Jahren im Programm hat. In Zukunft wird dieses Angebot an Bekanntheit gewinnen: Zwischen den Berufsförderungswerken und der Deutschen Rentenversicherung, dem Landesverband Bayern und Sachsen der gewerblichen Berufsgenossenschaften sowie dem Regionalen Einkaufszentrum Bayern der Bundesagentur für Arbeit wurden die Kostensätze für die Maßnahmen IBRA und IBRH erstmals fest verhandelt. Künftig diese über das KURSNET buchbar.

Unsere Veranstaltungen

Messe-Stände:

  • 12./13. Oktober 2017: 16. Europäischer Gesundheitskongress in München (zum Programm)
  • 08./09. November 2017: ConSozial in Nürnberg (zum Programm)