Berufliche Reha - unser Auftrag!

Unfälle, Krankheiten oder seelische Schicksalsschläge können dazu führen, dass Menschen ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Das Berufsförderungswerk (BFW) Nürnberg bietet vielfältige Qualifizierungsangebote, die nachhaltig helfen, in das Arbeitsleben zurückzukehren. Alle Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sind auf die Bedürfnisse von erwachsenen Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zugeschnitten. Zusätzlich zum Hauptsitz in Nürnberg betreibt das Berufsförderungswerk Nürnberg 17 Außenstellen in Nordbayern und am Übergang nach Baden-Württemberg. Auftraggeber für die Maßnahmen des BFW Nürnberg sind in unterschiedlichem Umfang die Deutsche Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften, die Agenturen für Arbeit sowie die Jobcenter.

Aktuelles aus dem BFW Nürnberg

Girls´Day im BFW Nürnberg
Fräsen statt Frisieren, reparieren statt bedienen? 26 Schülerinnen aus der Region schnupperten am diesjährigen Girls‘Day im BFW Nürnberg wieder mit großem Interesse in typische Männerberufe. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden nahmen die Schülerinnen unter ihre Fittiche, erklärten und leiteten bei praktischen Arbeiten an.

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Girls´Day im BFW Nürnberg

Fräsen statt Frisieren, reparieren statt bedienen? 26 Schülerinnen aus der Region schnupperten am diesjährigen Girls‘Day im BFW Nürnberg wieder mit großem Interesse in typische Männerberufe. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden nahmen die Schülerinnen unter ihre Fittiche, erklärten und leiteten bei praktischen Arbeiten an.

Langsam, aber stetig sind die jungen Frauen auf Vormarsch! Meist fehlen nur die nötigen Infos und ein Quentchen Mut, sich für den weniger gängigen Weg zu entscheiden. Im BFW kamen die jungen Frauen bestens mit Werkzeug & Co zurecht.
Übrigens: Rehabilitandinnen, die sich im BFW Nürnberg für eine Umschulung im gewerblich-technischen Bereich entschieden haben, haben beste Chancen auf eine erfolgreiche Integration auf dem  ersten Arbeitsmarkt. 100%ige Vermittlungschance haben seit Jahren unter anderem die Metallberufe.

Das BFW Nürnberg bildet Menschen in 25 verschiedenen Berufen aus. Mehr als die Hälfte davon stammen aus den Bereichen Metall, Elektro, Konstruktion, IT, Gärtnerei oder Abwassertechnik – Berufe also, in denen noch immer nur wenige Frauen arbeiten oder eine Ausbildung machen. Der Girls´Day im BFW Nürnberg bietet jungen Mädchen ab der 5. Klasse die Chance, in diese „typischen Männerberufe“ hinein zu schnuppern. Dafür haben sich die Ausbildungsteams für gewerblich-technische Berufe einiges einfallen lassen: Die Schülerinnen dürfen in der Elektrotechnik unter Anleitung selbst löten, bekommen einen ersten Eindruck wie eine Gärtnerei arbeitet -  und natürlich lernen sie auch, wie man bzw. Frau einen Wasserhahn repariert.


Besuch aus Wendelstein
Die BFW-Übungsgemeinde Bayersburg arbeitet eng mit der Marktgemeinde Wendelstein zusammen. Im Februar besuchte nun Bürgermeister Werner Langhans gemeinsam mit Kollegen aus dem Rathaus das Reha-Zentrum des BFW Nürnberg.

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Besuch aus Wendelstein

Die BFW-Übungsgemeinde Bayersburg arbeitet eng mit der Marktgemeinde Wendelstein zusammen. Im Februar besuchte nun Bürgermeister Werner Langhans gemeinsam mit Kollegen aus dem Rathaus das Reha-Zentrum des BFW Nürnberg.

Ein Vortrag von Udo Panzer, Geschäftsfeldleiter Qualifizierung und Integration, verschaffte den Gästen einen Einblick in die Arbeit des BFW Nürnberg. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Dr. Susanne Gebauer und Richard Dreßel, Centerleiter Kaufmännische Ausbildung, beantwortete er die interessierten Fragen der Wendelsteiner. In einer anschließenden Führung besichtigte die Rathaus-Delegation das Blockheizkraftwerk des Reha-Zentrums und informierten sich über das junge Berufsbild „Qualitätsfachmann / -frau“. Ein Abstecher in die Übungsgemeinde Bayersburg durfte natürlich auch nicht fehlen.


Die Freundschaft des BFW Nürnberg und Wendelstein hat eine lange Tradition: Seit nun mehr 20 Jahren arbeiten die Übungsgemeinde Bayersburg und die Gemeinde Wendelstein zusammen. Gegenseitige Besuche mit gutem Austausch halten diese alte Freundschaft am Laufen. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, die im BFW eine Umschulung zur/-m Verwaltungsfachangestellte/-n absolvieren, nehmen beispielsweise an realen Dienstbesprechungen von Bürgermeister, Amtsleitern und geschäftsführenden Beamten teil. Wendelstein stellt zudem Praktikumsplätze für Teilnehmende zur Verfügung.

Neuer Ansprechpartner für SAP
Seit dem 1. Januar 2017 ist Matthias Fiedler der neue SAP-Referent beim BFW Nürnberg. Von hier aus steuert er die Bildungspartnerschaft von 14 Berufsförderungswerken mit SAP Deutschland.

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Neuer Ansprechpartner für SAP

Seit dem 1. Januar 2017 ist Matthias Fiedler der neue SAP-Referent beim BFW Nürnberg. Von hier aus steuert er die Bildungspartnerschaft von 14 Berufsförderungswerken mit SAP Deutschland.

Der gelernte Industriekaufmann ist nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften bereits seit 2009 als Ausbilder im kaufmännischen Center des Nürnberger Reha-Zentrums tätig. In seiner neuen Funktion begleitete er nun Udo Panzer, Leiter des Geschäftsfelds „Qualifizierung und Integration“ und Anja Pollinger,  unter anderem zuständig für die operative SAP-Administration, zu einem ersten Partnergespräch bei der SAP Deutschland in Walldorf. Im „Inspiration Pavilion“, der aktuell ganz im Zeichen von „Big Data“ steht, wurde über die neuen Herausforderungen der digitalisierten Wirtschaft 4.0 diskutiert.

Der Umgang mit SAP-Software ist seit 2002 fester Ausbildungsinhalt kaufmännischer Umschulungen im mittelfränkischen Reha-Zentrum. Insgesamt 14 Berufsförderungswerke bundesweit haben mit der SAP Deutschland einen Bildungspartnerschaftsvertrag - und auch weitere BFW interessieren sich für die Zusammenarbeit. Das BFW Nürnberg fungiert dabei als der zentrale Ansprechpartner. Die Kooperation ermöglicht es den beteiligten Bildungsdienstleistern, ihre Teilnehmenden in der Anwendung der gefragten Software zu schulen und ihnen damit eine zukunftsträchtige Eintrittskarte in den allgemeinen Arbeitsmarkt an die Hand zu geben. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft stellt die SAP Deutschland sicher, dass die beteiligten BFW in ihrer Ausbildung stets mit der aktuellen Software arbeiten.

Unternehmerfrühstück 2016 in Nürnberg und Würzburg
In der letzten Novemberwoche lud das BFW Nürnberg in zwei Städten zum traditionellen Unternehmerfrühstück: Im Reha-Zentrum in Nürnberg trafen sich Arbeitgeber zum Austausch. Einen Tag später informierten die Geschäftsstellen Würzburg, Schweinfurt und der Standort Bad Neustadt a. d. Saale regionale Unternehmen im Siebold-Palais in Würzburg.

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Unternehmerfrühstück 2016 in Nürnberg und Würzburg

In der letzten Novemberwoche lud das BFW Nürnberg in zwei Städten zum traditionellen Unternehmerfrühstück: Im Reha-Zentrum in Nürnberg trafen sich Arbeitgeber zum Austausch. Einen Tag später informierten die Geschäftsstellen Würzburg, Schweinfurt und der Standort Bad Neustadt a. d. Saale regionale Unternehmen im Siebold-Palais in Würzburg.

Das Netzwerktreffen im Nürnberger Reha-Zentrum trug den Slogan „Wirtschaft 4.0 – Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung“. Beim gemütlichen Frühstück informierte der Referent Stephan Eschenbacher von Eschenbacher IT-Consulting & Service Nürnberg die anwesenden Gäste und beantwortete alle Fragen rund um das brisante Thema.

In Würzburg lockten gleich zwei Spitzenthemen zahlreiche Vertreter regionaler Wirtschaftsunternehmen ins stimmungsvolle Siebold-Palais: Zuerst stieß ein Vortrag der Geschäftsstellen über die kooperative Erstausbildung von Menschen mit Behinderung auf offene Ohren. Im Anschluss informierte Dr. Susanne Buld vom Universitätsklinikum Würzburg über die Pflicht der Gefährdungsbeurteilung zur psychischen Belastungen am Arbeitsplatz für Arbeitgeber. Die Unterlagen zu den beiden Vorträgen stehen  hier zum Download zur Verfügung.

Neue Drehmaschinen für metec
Anlass zur Freude hat metec: Der BFW-Lernbetrieb erhielt neue digital gesteuerte Drehmaschinen. Die Ausbildung wird so noch vielfältiger.

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Neue Drehmaschinen für metec

Anlass zur Freude hat metec: Der BFW-Lernbetrieb erhielt neue digital gesteuerte Drehmaschinen. Die Ausbildung wird so noch vielfältiger.

Seit rund 40 Jahren bildet der Lernbetrieb metec des BFW Nürnberg metall-technische Berufe aus.  Die angehenden Fachkräfte aus den industriellen Metall- und Produktionsberufen werden dort seit jeher auch an konventionellen Drehmaschinen qualifiziert. Die Umschülerinnen und Umschüler stellen hier während ihrer Umschulung Kleinteile und Ersatzteile her. In die Jahre gekommene Anlagen wurden nun bei metec ausgetauscht. Vier neue Drehmaschinen sind bereits im Einsatz, zwei weitere folgen im Laufe des Jahres.


Die Investition kommt bei den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sehr gut an: Während ihrer derzeitigen Vorbereitung auf die praktische Abschlussprüfung kommen sie in den Genuss von zeitgemäßen Funktionen, wie zum Beispiel einem 8‘‘-Farbbildschirm, der die Bedienung der Maschinen wesentlich erleichtert. Nach wie vor werden - neben digital gesteuerten CNC-Maschinen - in vielen Betrieben noch konventionelle Drehmaschinen genutzt. Absolventinnen und Absolventen des BFW Nürnberg haben somit den Vorteil, dass sie bei ihrer späteren Bewerbung um einen Arbeitsplatz Erfahrung an konventionellen Anlagen ebenso vorweisen können, wie an digitalen CNC-Maschinen. Mit dem Hersteller der neuen Drehmaschinen Weiler Werkzeugmaschinen GmbH stehen die Ausbilder des BFW in intensivem Kontakt. Demnächst steht eine Betriebsführung bei Weiler an. Solche Gelegenheiten nutzen Teilnehmende häufig zur ersten Kontaktaufnahme für ein Praktikum oder einen zukünftigen Arbeitsplatz.

Eine besondere Erfolgsgeschichte
Einen Arbeitsvertrag als Technische Produktdesignerin hat Umschülerin Sandra Baensch bereits in der Tasche. Doch ihre guten Karriereaussichten waren nicht immer selbstverständlich.

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Eine besondere Erfolgsgeschichte

Einen Arbeitsvertrag als Technische Produktdesignerin hat Umschülerin Sandra Baensch bereits in der Tasche. Doch ihre guten Karriereaussichten waren nicht immer selbstverständlich.

Ihre erste Ausbildung absolvierte die inzwischen 33-Jährige als Pharmazeutisch-Technische Angestellte. Ein Fehler, wie Baensch findet. Seit ihrer Geburt ist sie hochgradig schwerhörig und die vielen Kundengespräche strengten sie sehr an. Trotzdem biss sie sich durch. Nach der Elternzeit war es der Mutter zweier Kinder aber schlicht unmöglich, den Beruf weiter auszuüben. Im Rahmen der Integrativen Beruflichen Rehabilitation von Personen mit Hörbehinderung, kurz IBRH, begann sie eine Umschulung zur Technischen Produktdesignerin im BFW Nürnberg.


Die IBRH ist auf die speziellen Bedürfnisse schwerhöriger Menschen ausgerichtet. So bekam Baensch verschiedene besondere Hilfen, beispielsweise Einzelförderunterricht. Dennoch war die Zeit beim BFW eine Herausforderung: Für ihre Umschulung pendelte sie jeden Tag von Neumarkt nach Nürnberg, und musste zudem noch die Kinderunterbringung organisieren. Ein Balanceakt, der sich gelohnt hat: Wenn Baensch Ende Februar ihre Umschulung abschließt, wartet bereits eine Stelle beim Bauunternehmer Max Bögl auf sie. Dort hatte sie ihr Praktikum absolviert und konnte überzeugen. Ihr neues Aufgabengebiet ist auf ihre besondere Situation ausgerichtet: Kein Kundenkontakt und mit ihren Kolleginnen und Kollegen kommuniziert sie via Chat oder E-Mail. Die Arbeitsagentur unterstützt im ersten Jahr mit einem Eingliederungszuschuss, und Max Bögl glaubt an eine langfristige Zusammenarbeit und beschäftigt sie unbefristet.


Die Erfolgsgeschichte von Sandra Baensch zeigt, wie wichtig spezielle Umschulungsangebote für besondere Zielgruppen wie Schwerhörige oder aber auch Aphasiker sind –wie sie das BFW Nürnberg mit den Maßnahmen IBRH und IBRA (für Aphasiker) schon seit einigen Jahren im Programm hat. In Zukunft wird dieses Angebot an Bekanntheit gewinnen: Zwischen den Berufsförderungswerken und der Deutschen Rentenversicherung, dem Landesverband Bayern und Sachsen der gewerblichen Berufsgenossenschaften sowie dem Regionalen Einkaufszentrum Bayern der Bundesagentur für Arbeit wurden die Kostensätze für die Maßnahmen IBRA und IBRH erstmals fest verhandelt. Künftig diese über das KURSNET buchbar.

Regionalzentrum Bamberg: Feierliche Eröffnung
Gut ein Jahr nach dem ersten Spatenstich eröffnete das BFW Nürnberg am 12. Dezember 2016 das neue Regionalzentrum in Bamberg.

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Regionalzentrum Bamberg: Feierliche Eröffnung

Gut ein Jahr nach dem ersten Spatenstich eröffnete das BFW Nürnberg am 12. Dezember 2016 das neue Regionalzentrum in Bamberg.

Werner Krempl, Erster Direktor der DRV Nordbayern, lobte in seiner Rede die bemerkenswert kurze Bauzeit unter Einhaltung des Kostenrahmens. Er bedankte sich bei Dr. Susanne Gebauer, Geschäftsführerin des BFW Nürnberg, und dem Team rund um Beate Cöster, Leiterin des Regionalzentrums Bamberg. Seit Anfang Oktober 2016 finden die Angebote in der Baunacher Straße statt. Das neue Regionalzentrum hat den ersten Alltagstest so bereits bestanden, wie Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, in ihrer Rede anlässlich der Eröffnung erklärte. Sie schätzt den individuellen und differenzierten Charakter des BFW, der unterschiedliche Personengruppen erfolgreich beruflich integriert. Auch Richard Fischels, Leiter der Unterabteilung Prävention, Rehabilitation und Behindertenpolitik im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, würdigt den inklusiven Ansatz. Ein Aspekt, der regionale Unternehmen unterstützt, lobte Dr. Christian Lange, Zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg. Er sieht im BFW Nürnberg eine wichtige Säule im Gefüge der Stadt und freut sich über den Neubau mit Modellcharakter.

Das dreistöckige Gebäude verfügt neben einer Holzwerkstatt, EDV-Schulungsräumen und Räumen für berufliches Training und Ergotherapie auch über einen Fitness- und Entspannungsbereich sowie eine Lehrküche. Beste Voraussetzungen also für eine präventive Gesundheitsförderung, die im neuen Regionalzentrum eine große Rolle spielt. Das ganzheitliche Konzept sieht vor, Rehabilitandinnen und Rehabilitanden praktisch anzuleiten, ihren Alltag stressfreier und gesundheitsbewusster zu gestalten, um so einer erneuten Erkrankung vorzubeugen. Die gute Ausstattung bietet zudem die Möglichkeit, neben den bewährten Maßnahmen auch individuellere Angebote zu erstellen.

Nähere Informationen zu dem Regionalzentrum Bamberg finden Sie in der Broschüre zur Eröffnung.