Pressetext:
Berufsförderungswerk Nürnberg
16. November 2009
Neues Reha-Angebot für Menschen mit Hörbehinderung
Downlod detailliertes InfoblattDie berufliche Rehabilitation von Menschen mit Hörbehinderung gestaltet sich deutlich schwieriger als bei Menschen mit funktionierendem Gehör. Das BFW Nürnberg hat ein Modellprojekt ins Leben gerufen, in dessen Rahmen ein spezielles Angebot für Menschen mit Hörbehinderung in der Praxis erprobt und weiterentwickelt wird.
Das Projekt trägt die Bezeichnung IBRH – integrative berufliche Rehabilitation von Personen mit Hörbehinderung.
Obwohl in Deutschland an die 15 Millionen Menschen mit Hörberhinderung leben, gibt es noch immer zu wenige behinderungsspezifische Angebote für deren berufliche Reha. Andererseits wird die Integration der Betroffenen nur dann erfolgreich sein, wenn sie gelernt haben, im Berufsalltag mit Hörenden effektiv zu kommunizieren.
An dieser Stelle setzt das Projekt IBRH an: Der Reha-Vorbereitungslehrgang dauert mit sechs Monaten doppelt so lange wie bei anderen Teilnehmer/-innen. In dieser Zeit erfolgt die „Hörtechnische Grundqualifizierung“. Dieses Angebot soll die Teilnehmer-/innen in die Lage versetzen, anschließend in regulären Ausbildungsgruppen besser zu bestehen und mit weiterer individueller Unterstützung die Qualifizierung und Integration erfogreich zu absolvieren. In den ersten drei Monaten lernen die Betroffenen Strategien, die ihnen helfen sollen, mit ihren hörenden Kollegen/-innen weitgehend autonom zu kommunizieren. Diese werden im Anschluss in einer teilintegrativen Ausbildungsgruppe trainiert und verfeinert bevor die Teilnehmer-/innen ihre Reha in einer Berufsausbildung oder Maßnahme zur direkten Wiedereingliederung fortsetzen. Betreut wird das Projekt durch unsere Case-Managerin Susanne Hüttlinger. Die erste Hörtechnische Grundqualifizierung im Rahmen von IBRH beginnt im Januar 2010.
Über einen Zeitraum von 4 Jahren wird das Projekt mit Förderung des BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) aus Mitteln der Ausgleichsabgabe wissenschaftlich begleitet. Die Deutsche Rentenversicherung, die Agentur für Arbeit und die Berufsgenossenschaften haben das Projekt genehmigt und die Zusendung von Teilnehmern/-innen bei Bedarf zugesagt.
Kontakt Susanne Hütlinger:
Tel. 0911 938-7369
Mobil.: 0175 1864056

